Heute Morgen wachte ich auf, weil mich etwas blendete. Ich war mir eine Zeitlang nicht im Klaren, was es sein konnte. Es kam mir zwar bekannt vor – war mir nicht ganz sicher. Nachdem ich auf meinem iPad in Wikipedia nachgesehen habe was das helle Ding am Himmel sein könne stellte ich fest – es war die Sonne*.

Es war eine Art von Aufwachen, die ich schon lange nicht mehr hatte. Mit noch müden Augen schaute ich auf den Thermometer. Es zeigte 15 Grad an. Dies morgens um halb Sieben. Was ist passiert? Ist die Anzeige kaputt? … oder kann es sein … ich wage es fast nicht auszusprechen (schreiben) .. ist der Frühling gekommen?

Nach den ersten beiden Kaffees stellte ich noch eine Veränderung fest: Ich ging durch die Wohnung und schloss nicht alle Türen hinter mir zu, um die Wärme im Wohnzimmer zu konservieren. Im Gegenteil ich liess nicht nur die Türen geöffnet, sondern öffnete – Achtung jetzt kommt’s – auch die Fenster. Was die letzten Monate unmöglich war ohne zumindest einen Pullover und Handschuhe anzuziehen ist seit heute wieder möglich. Frische Luft in den Zimmern und zwar bis am Abend! Keine Stosslüftungen mehr bei denen man immer auf die Uhr schauen musste um genügend frische Luft in den Räumen zu haben und trotzdem nicht die ganze Heizungseffizienz zu zerstören.

Nachdem ich fröhlich in mein Büro ging (innerhalb der Wohnung) hörte ich ein Geräusch. Es war mir sehr vertraut doch hatte ich das Gefühl es sei an diesem Morgen sehr unpassend. Es klang wie eine Starkstromleitung nur rostiger. Sehr leise und doch sehr penetrant. Es war die Heizung – ich stellte fest, dass diese im Wohnzimmer noch immer, wenn auch auf der kleinsten Leistung, lief. Nachdem ich am Thermostat eine kleine Bewegung nach Links machte – wurde es so still, dass man die Natur viel besser hörte! Ähmm ehrlich gesagt war es weil die Fenster offen waren.

Wie schon geschrieben, war ich auf dem Weg in Büro. Dort angekommen die nächste Überraschung: Mein Pult war zwar sauber aufgeräumt, doch sah man plötzlich den ganzen Staub auf dem Pult (doch, doch ich arbeite oft an dem Pult). Auch die Regenspritzer an den Fenstern sahen aus, als ob man diese seit Jahren nicht mehr geputzt habe. Nach langem Analysieren und Kombinieren (ca. 4 Sekunden – am Stück) habe mich entschieden, heute morgen nicht zu arbeiten und ein wenig spazieren zu gehen. Natürlich sind meine steten Begleiter, der Lappi und das Handy dabei.

Jetzt sitze ich auf einem „Bänggli“ bei mir in der Nähe und geniesse die staub- und regenspritzerfreie Umgebung und schriebe diesen Beitrag. Ich sitze in der Sonne und merke wie mir sehr warm wird. Eigentlich schon fast heiss.

Ich denke es ist an der Zeit den Schatten zu suchen und darüber nachzudenken was ich morgen mache, wenn das Pult noch immer staubig und die Fenster noch immer schmutzig sind.

 

*Die Sonne (von ahd. Sunna, lateinisch Sol, altgriechisch Helios, astronomisches Zeichen ☉) ist ein Stern in der Galaxie Milchstraße. Sie ist ein Hauptreihenstern und steht im Zentrum des Sonnensystems, welches sie durch ihre Gravitation dominiert.[3] Die Erde ist einer der Planeten, die die Sonne umkreisen. Die thermonuklear gespeiste Strahlung des heißen Gasballs ist Grundvoraussetzung für die Entstehung und Entwicklung von Leben auf unserem Planeten. Die Sonne ist der erdnächste und besterforschte Stern und weist zyklisch veränderliche Eigenschaften auf (Sonnenaktivität).